Dr. med. HORST GRIEHL

Das Buch : "Heilen statt behandeln"

Inhaltsverzeichnis des Buches

Vorwort zum Buch / Hinweis

Anfänge

Nur durch Lesen geheilt

Therapie-Berichte

Eine kleine Parabel

Rücktitel

Anfänge

Nachdem ich meine Ausbildung zum Medizinmann abgeschlossen und gut 2 Jahrzehnte meine Patienten so behandelt hatte, wie ich es eben gelernt hatte, bemerkte ich, dass meine Kenntnisse und das was ich tat, für viele meiner Patienten nicht ausreichte.
Sie kamen auch mit seelischen Problemen zu mir und die Psychopharmaka halfen da auch nicht so recht weiter – ja, die Patienten wollten sie oft nicht einmal nehmen. Bislang dachte ich damals, für die Seele seien die Seelen–Hirten und eventuell für die Psyche diePsycho-Therapeuten zuständig. Aber die Leute wollten oft nicht in die Kirche gehen und für diese Bagatell-Fälle hatten die Psycho-Therapeuten oft keineZeit – oder besser gesagt – kein Interesse und so kamen sie zu mir als ihrem Hausarzt.
Wir alle kommen oft mit unseren seelischen Problemen nicht zurecht und so zerbrechen wir uns den Kopf und haben davon Kopfschmerzen, wir können etwas nicht hinunterschlucken und es schnürt uns den Hals zu, wir fühlen uns bedrückt und es drückt uns die Luft ab und wir bekommen Herzbeschwerden und Atemnot. Es schlägt uns auf den Magen und wir sind sauer – etwas geht uns an die Nieren und wir haben Kreuzschmerzen, wir ärgern uns und dann läuft uns die Galle über. Wir haben Angst und schütten mehr Stresshormon – das Adrenalin – aus und der Blutdruck steigt, davon bekommen wir einem starken Kopfdruck – als ob der Kopf platzen will. Das Adrenalin beschleunigt den Puls und das Herz beginnt zu rennen und bis zum Hals zu schlagen und diese innere Unruhe verstärkte das Angstgefühl bis hin zur Panik und davor möchten wir davonlaufen, aber wir können natürlich nicht vor uns selbst davon laufen. Wer genau hinhört, der wird aus dem, was unsere Mitmenschen sagen, sehr viel mehr heraushören und so erklären können, was so in ihnen vor sich geht.
Wir Menschen sagen nicht immer, was wir denken, aber wir zeigen auf diese Weise, wie wir denken und was wir fühlen und über diese körperlichen Aussagen zeigen wir unsere seelischen Probleme und Nöte. Bislang hatte ich nur die Symptome mit Medikamenten behandelt. Auch das hat meinen Patienten natürlich geholfen – für einige Zeit – aber allein hat es oft nicht ausgereicht, manchmal waren die begleitenden Nebenwirkungen der Behandlung und der Medikamente recht unangenehm und die Leute wollten sie nicht mehr auf sich nehmen. Aber Menschen sind lernfähig und so haben die Patienten ihre Probleme oft selbst gelöst. Der Volksmund sagt richtig: „Die Zeit heilt alle Wunden“. Nur haben wir Menschen oft nicht soviel Geduld und soviel Zeit, um darauf zu warten. So habe ich meine Aufgabe darin verstanden, als Katalysator zu wirken und diese Lern–Prozesse zu beschleunigen und so diese Veränderungen zu ermöglichen. Am Anfang meiner Bemühungen um diese Art von Problemlösungen ging das trotzdem rechtlangsam.
Eine ca. 25. jährige Patientin kam wegen einer Spinnen-Phobie zur Behandlung. Das klingt eher lustig und nach „igitt –igitt“ aber – – die Patientin konnte nicht mehr allein in Wald und Flur spazieren oder ins Freibad gehen, denn sobald ein Insekt sie anflog, konnte sie nur noch in Panik völlig hilflos schreien und musste sich von einer Begleitperson aus dieser Situation befreien lassen. Mit autogenem Training, mit leichter Hypnose und allgemeiner Gesprächstherapie konnte ich sie von ihrer Phobie befreien. Allerdings dauerte es damals – 1990 – gute neun Monate. Für mich war es ein ruhiger Ausklang des Arbeitstages, diese recht hübsche junge Frau als letzte Patientin auf der Untersuchungsliege anzuschauen.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten in der Therapie fielen mir in der Buchhandlung einige Bücher über eine neue Richtungin der Kurzzeitbehandlung – – NLP genannt – – auf.
Da behaupteten ein Richard Bandler und ein John Grinder dass sie eine Phobie in nur zwanzig
Minuten beseitigen könnten – und über den Unterschied zwischen der klassischen Methode und dem NLP sagten sie: „Es sind ungefähr neun Monate“. Ich dachte an meine Patientin mit der Spinnenphobie und meine neun Monate Therapie und dachte, wenn Psychologen so etwas in einer Sitzung schaffen, dann möchte ich „DAS!“ auch können und beschäftigte mich zunächst intensiv mit der Theorie. Ich hatte in der Praxis aber immer wieder Patienten mit solchen Problemen oder bekam sie überwiesen. Daher drängte sich mir alsbald der Wunsch auf, diesen Menschen zu helfen und die neu erworbenen Kenntnisse so in die Praxis umzusetzen und so fing ich vorsichtig an, meine Patienten mit NLP – Techniken zu behandeln – – – und siehe da – – – auch ich konnte in nur einer Sitzung viele Leiden heilen. Nach einigen Jahren der Sammlung von eigenen Erfahrungen mit dieser Therapie begann ich, einige meiner eigenen guten Therapie- Erfolge als Einzelfallbeispiele niederzuschreiben. Nachdem ich diese Seiten dann doch einzelnen Patienten mitgegeben hatte, stellte ich überrascht und verblüfft fest, dass einige dieser Patienten schon durch einfaches Lesen der Texte nachhaltig von ihren Leiden geheilt wurden und so entschloss ich mich dazu, diese Seiten zu veröffentlichen, um so möglichst vielen Patienten durch einfaches Lesen – oder Vorlesen bei Analphabeten, wie z.B. Kindern, – zu einer Heilung von Erkrankungen zu verhelfen.
Das Neue hierbei ist, dass es nicht eine Anleitung zur Heilung oder Selbst-Heilung ist,

– – – das Heilmittel ist der Text ! – – -.

Diese Leiden, wie die Allergien und psychosomatischen Erkrankungen, nehmen ja weltweit zu und wenn nur ein kleiner Teil davon durch eine so einfache und sanfte Medizin wie es das geschriebene und gelesene Wort ist, geheilt wird, so ist das von großem Nutzen, nicht nur für diePatienten, sondern auch für uns alle.

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